JAZZTHETIK
05.2007
" Schaut man auf die Trackliste, wird die Irritation wohl nicht ausbleiben.
Doch, eigentlich ist es schon eine Jazzplatte, so irgndwo, trotz Deep Purple,
Bob Marley, den Beatles oder Carlos Santana. Das Gitarrentrio mit Thomas Langer
an der Gitarre, Jazzrocker-Urgestein Wolfgang Schmid am E-Bass und Daniel
Messina am Schlagzeug hat einen ganz besonderen Blick auf die Perlen der 60er
und 70er Jahre. Sehr liebevoll widmen sie sich den Arrangements, vor allem
die Idee, "Smoke on the Water" als Bossa Nova zu spielen, ist nicht
nur lustig, sondern funktioniert auch musikalisch bestens. Dabei orientiert
sich das Trio zwischen einem klassischen Jazztrio und dem Rocktrio Cream.
Manchmal klingen die versionen etwas gesucht, manchmal klingt auch der Sound
etwas angestaubt nach 80er Jahre Fusion. Das kann die Band aber durch enorme
Spielfreude, ordentlich breites Soundspektrum der Gitarre und Interaktion
innerhalb des Trios wie auch mit dem Publikum mehr als wettmachen. Denn dafür,
dass hier eine Live-Aufnahme aus dem Village in (Habach bei München)
vorliegt, ist die Aufnahme 1a." Angela Ballhorn
Aktuelle Kritiken:
Der Bassprofessor Juli 2007
LANGER SCHMID MESSINA
´The beat goes on´
Das Münchner Bass-Urgestein Wolfgang Schmid hat wieder zugeschla
gen. Gemeinsam mit dem Gitarristen Thomas Langer und dem Schlagzeuger Daniel Messina hat er eine Live-CD veröffentlicht, die wirklich Spaß macht. Die drei jammen sich auf musikalisch höchstem Niveau durch allerlei Klassiker der Rock- und Popgeschichte. Mit dabei sind Songs von den Beatles, Santana, Bob Marley und einigen
die respektvoll, aber doch erfrischend anders und eigenständig interpretiert werden. Mehrere Titel erreichen dabei die Zehn-Minuten-Marke oder enden kurz vorher, jedoch ist der ldeenreichtum der drei herausragenden Musiker so groß, dass es niemals langweilig wird. Jeder darf ausführlich soIieren und seine instrumentale Meisterschaff unter Beweis stellen. Wolfgang Schmid verlässt sich seit Jahren auf seinen Hot-Wire-Bass und Eden-Verstärker, lediglich an seinem Gesang könnte er noch etwas feilen! Nicht böse sein, Wolfgangl
(Emo Jazz) OB
Gitarre & Bass 6/2007
Das Trio THOMAS LANGER (g) WOLFGANG SCHMID (b), DANIEL
MESSINA (dr) interpretiert auf "The Beat Goes On" (www.wolfgangschmid.com) überwiegend bekannte Songs in langen Instrumental-Versionen, u. a. von den Beatles, Santana, Bob Marley, und Deep Purples "Smoke On The Water" musste ebenfalls dran glauben. Allerdings ist die Herangehensweise sehr Jam-orientiert, und gelegentlich wird das Thema ganz langsam erspielt. Unglaublich an diesem Trio ist die Dichte und Tragkraft, die Wolfgang Schmids Bassspiel erzeugt. Da hört man den erfahrenen Profi und Allrounder.
ROCKTIMES Review vom 02.05.2007 (Norbert
Neugebauer) Drei Jazzer, die feierabendmäßig alte Rock-Kamellen
spielen?
Oder drei klasse Musiker, die aus ihren Lieblingssongs groovige Jam-Fusion-Nummern
machen?
Und das Ganze im kleinen Klub vor einem Haufen begeisterter Fans live mitgeschnitten
und auf einer mitreißenden Scheibe veröffentlicht haben?
"The Beat Goes On" - schon eine verrückte Sache. Wolfgang Schmid
hat mir auf meine Rezension von Voll daneben! eine 'etwas andere' Jazz-CD
angekündigt. Ich war gespannt und überrascht ob der Titel auf dem
Cover. Uralte Sachen, die jede bessere Oldies-Band am Samstagabend auf dem
'Ü 50'-Tanz spielt. Das kann ja lustig werden ...
Aber was soll bei einem so illustren Trio schon schief gehen, selbst wenn
die mal 'just for fun' loslegen?
"Smoke On The Water" - DAS Rockriff schlechthin. Aber auch schon
bei Deep Purple nicht unbedingt Anlass für ergiebigste Improvisationskunst.
Und das nun auch noch in Dreierbesetzung über 11:06 Min.! Die Gitarre
reißt das Thema an, dazu groovt der Bass und das Schlagzeug unterlegt
mit lateinamerikanischer Rhythmik. Der erste Chorus kling sanft jazzig und
dann geht's erstmal funkig mit einem Slap-Bass-Gewitter weiter. Fusionmäßig
übernimmt der Sechssaiter wieder, die Drums steigern den Beat, powern
das Grundriff heraus
. Ein virtuoses Dreierspiel, das bestens aufeinander
eingestimmte Künstler zeigt, die locker mal das 'Thema mit Variationen'
durchdeklinieren. Ein Auftakt zum Warmspielen nach Maß und ein abgedroschener
Rocksong aus sicher unerwarteten Blickwinkeln!
Ganz anders "Ferry Cross The Mersey", die alte Beat-(mit allem Respekt!)Schnulze.
Fast eine Meditation über das Liedchen. Ganz sensibel greift das Trio
die Melodie auf und interpretiert sie lautmalerisch. Schmids Bass ist abgrundtief,
Messina zeigt, was die feine Kunst des zurückhaltenden Jazz-Drummings
ist und darüber singt Langers Gitarre. Der Drive nimmt allmählich
bis zum Break zu, dann löst sich die Spannung auf. Genial!
"No Woman No Cry" - Langer lässt seine Gitarre mit dem Wah
predigen, Schmids Bass setzt den Lobgesang in höchsten Tönen fort,
während Messina den Reggae-Rhythmus aufrecht erhält. Allerdings
das kurze Gesangsintermezzo hätten sich die Herren sparen können,
»Everything's gonna be alright"« - is scho recht
Beatles-Songs zu covern ist ja immer eine dankbare Geschichte. Und das kriegen
die Akteure natürlich mit "Don't Let Me Down" auch gekonnt
hin. Trotzdem nochmal: Singen, mit Verlaub, tun meine Katzen besser!
Santana in einer simplen Dreierbesetzung zu spielen, das muss man können.
Aber die Herren sind ja nicht Irgendwer. Wolfgang Schmid ist der Überbasser
in Deutschland und Umgebung. Rund 400 Auftritte auf den unterschiedlichsten
Tonträgern hat er absolviert, vor allem als Sideman von Klaus Doldinger
ist er den Jazz Rock-Fans ein Begriff. Thomas Langer begleitete lange die
deutsche Hammond-Lady Barbara Dennerlein und profilierte sich in unterschiedlichen
Bands der Jazz-Szene. Der Argentinier Daniel Messina ist seit 1991 in Deutschland
und gehörte ebenfalls zur Band von Dennerlein. Sein variables Drumming
gibt der Formation den Rückhalt und den Solisten die erforderliche Freiheit.
Auf "El Farol" darf er auch solistisch tätig werden und das
passt in den Rahmen des pulsierenden Stücks.
"Norwegian Wood" mutiert auch schnell zu einem energiegeladenen
Werk, das die folkige Süße des Beatles-Songs in einen satten Fusion-Track
transferiert. Ebenfalls gelungen!
Mit der "Village Jam" läuft das Trio dann endgültig heiß.
Die Jam erinnert an die wohlbekannten Vorbilder. Jimi Hendrix in Woodstock
und Jeff Beck ("Freeway Jam") standen Pate, mit 3:34 Min. ist dieser
Track aber eindeutig zu kurz, angesichts der vorherigen Ausarbeitungen. Die
Aufnahmen vom 22.09.2006 aus dem Village in Habach sind auch soundmäßig
top, so muss live klingen!
Fazit: Klasse. Drei Musiker spielen zum Spaß, das was sie lieben. Und
wir auch. Klassiker, von Jazzern mit Rock-Heart neu eingespielt, die jedem
Rock-Fan mit etwas Bewusstseinserweiterung wärmstens empfohlen werden
können.
Aktuell sind keine Auftrittstermine der Formation mit diesem Projekt angekündigt,
aber wenn Langer, Schmid, Messina damit wieder touren sollte, lohnt der Besuch
auf jeden Fall. Ein derartiges Power-Trio im Fusionbereich hat bei uns Seltenheitswert.
´sticks` schreibt 05/2005: `Das dritte Album von Gitarrist Thomas Langer bietet wieder einmal gediegene Gitarrenarbeit bei 9 eigenen Kompositionen, die große stilistische Bandbreite zwischen jazzigen Baladen und Funk/Fusion bildet. Neben der tollen Gitarre von Thomas setzten musikalische Gäste wie Joo Kraus (Trompete) und Keyboarder Jürgen Wüst musikalische Akzente..
Gitarre & Bass Ausgabe 6/2005 schreibt: `Da gehört `Where Is One' (www.thomaslanger.com) von Thomas Langer schon eher zu der Art Musik, die man von einem Fusion-Gitarrist erwartet: harmonisch bewährt, nett arrangiert mit kleinen Sound-Überraschungen, und eigentlich handgemachter instrumental Pop. . `
Offenbach
Post...Gespür für Zwischentöne und viel musikalisches Talent...internationalen
Maßstäben gerecht werdende Debüt-CD...Thomas Langer
lebt für, in und von seiner Musik. April 1997
CD des Jahres 1997 Januar 1998
Akustik Gitarre...Sauber produzierte Popmusik mit Fusion-Abstechern...Langer spielt E-Gitarre und akustische Gitarre gleichermaßen gekonnt. Februar 1997
Frankfurter Rundschau...perfekter Sound...Langer...intensiv den eigenen Stil. März 1997
Sticks...Melodischer Gitarrenjazz mit zum Teil spanischen-folkloristischen Einflüssen bietet Thomas Langer in acht selbst komponierten, arrangierten und produzierten Songs. August 1997
Stollin Rone...Eine Norwegenreise hat ihn genauso inspiriert wie die Besteigung eines spanischen Berges...So haben denn einige Lieder Tagebuchcharakter. August 1997
Dreieich
Spiegel...und
natürlich die Konzerte, in denen sich der individuelle, unverwechselbare
Langer-Stil offenbart, sorgen für zunehmende Bekanntheit...
Heidrun Kandler, März 1999
Thomas
Langer... bei Kennern für seine bemerkenswerte
Technik bekannt und auch beim Publikum als Ästhet mit besonderem Gespür von
Rang beliebt... Heidrun
Kandler, Oktober 2000
Frankfurter Rundschau...Er verfügt
nicht nur über eine beneidenswerte Technik, sondern auch über ein
Melodiegespür von individuellem Rang, und er schafft es als Solist fast
mit Leichtigkeit, Jazz-Klassiker, die nicht für sein Instrument geschrieben
wurden, mit überraschenden harmonischen Wendungen, mit perlenden Arpeggios
und ungewöhnlichen Voicings in neue Kleider zu hüllen. Wolfgang
Spindler, Januar 1999
FUSE-Magazin
(USA) THOMAS LANGER 'Kalalak' Hot Wire Records (EFA 12844-2)
German guitarist Thomas Langer has created an interesting blend of jazz-fusion
and music from around the world on his latest release. Langer, who has recorded
with bassist Jeff Andrews, is a solid fusion soloist and he builds varied
soundscapes on electric and acoustic guitars, augmented by his group which
includes bass, percussion, keys, drums and accordion. "Something Left Unspoken"
brings to mind some of Metheny and Pedro Aznar's work while the wah-wah leads
on 'John Burgerhaus' are a fine example of his fusion blowing. David
Dorkin, FUSE-Magazin USA 2000
Rheinpfalz...neuer Star am PopJazz-Himmel `Kalalak`
ist ein sehr stimmungsvolles Werk...ein musikalischer Hochgenuß für
Freunde des groovenden, zuweilen melancholischen Pop-Jazz.
Mai 1999
Fuldaer Zeitung...Thomas Langer ist ein Virtuose, doch seine rasenden
Läufe über das Griffbrett, die er da und dort einstreut, fügen sich nahtlos
in den musikalischen Kontext, sind niemals Selbstzweck... Langer erlaubt
sich einen schrägen Tango-Einschub in Jazz-Rock-Gefilde und beendet sein süperbes
Album mit einer anrührenden Interpretation eines Volksliedes von den Kapverdischen
Inseln.
Heiko Friedrich, April 1999
Frankfurter Rundschau...Langer spielt so herrlich unvorbelastet wie
früher Volker Kriegel, Attila Zoller oder Pat Metheny. Wolfgang
Spindler 14.10.1999
Interview in Gitarre
und Bass, Januar 2000